Nachhaltiges Material für Bademode

Nachhaltiges Material für Bademode

Die Textilindustrie ist einer der umweltschädlichsten Wirtschaftszweige. Als Unternehmen, das in dieser Branche tätig ist, sehen wir es daher als unsere Pflicht an, das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus zu rücken und zur Sensibilisierung beizutragen. Die Umweltauswirkungen eines Textils entstehen über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg: von der Rohstoffgewinnung und Faserproduktion über die Weiterverarbeitung, den Handel und die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Auch Transport und Verpackung dürfen wir nicht vergessen. Jedes Jahr ist die weltweite Textilindustrie für den Ausstoß von 1,2 Milliarden Tonnen Treibhausgasen in die Atmosphäre verantwortlich. Und das betrifft nur die Produktion von Textilien und schließt Aspekte der Lieferkette wie Transport, Einzelhandel und Abfallwirtschaft aus! Insgesamt summiert sich das auf 4,5 bis 6,5 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent an Treibhausgasen pro Jahr. Zudem wird für die Herstellung von einem Kilo Textil bis zu einem Kilo Chemikalien benötigt. Viele dieser Stoffe sind schwer abbaubar und gelangen ins Abwasser und schließlich ins Meer.

Also, lass uns mal über ein Material reden, das in unserem Leben fast allgegenwärtig ist: Nylon. Nylon findet man heutzutage überall: in deinem Regenmantel, deinem Zelt, den Sicherheitsgurten deines Autos, deinem Hemd. Seine Wurzeln liegen im Zweiten Weltkrieg, als man nach Alternativen zu Seide für Fallschirme suchte. Hinzu kam, dass es nach dem Krieg an traditionellen Bekleidungsstoffen wie Seide und Baumwolle mangelte, sodass Nylon schnell an Beliebtheit gewann – zunächst als Stoff für Damenbekleidung, später auch für andere Kleidungsstücke, Teppiche und vieles mehr. Es wurde zum ersten vollständig synthetischen Material, das jemals hergestellt wurde. Seit seiner Entwicklung in den 1930er Jahren ist die jährlich verwendete Nylonmenge kontinuierlich gestiegen. Allerdings hat Nylon negative Auswirkungen auf die Umwelt und ist keine nachhaltige Stoffwahl. Bei seiner Herstellung wird Lachgas freigesetzt, ein starkes Treibhausgas, und es wird Erdöl benötigt, was endliche Ressourcen erschöpft und zur globalen Erwärmung beiträgt. Im Gegensatz zu natürlichen Stoffen ist Nylon nicht biologisch abbaubar und trägt so zur Müllbergung bei, während weggeworfene Gegenstände wie Fischernetze und Tüten oft unsere Ozeane verschmutzen.

Econyl® — Pioniere des Recyclings

Eine vielversprechende Alternative zu Neu-Nylon ist Econyl®, ein regeneriertes Nylon, das vollständig aus Abfall statt aus Erdöl hergestellt wird. Es wird aus Materialien wie alten Teppichen, Fischernetzen, ausrangierter Kleidung und „Pre-Consumer-Abfällen“ hergestellt – also Kunststoff-Nebenprodukten aus industriellen Prozessen. Es wird nicht nur aus Abfall hergestellt, sondern kann auch endlos recycelt werden. Dieses Material steht wirklich für die Zukunft nachhaltiger Mode und ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie die Modebranche eine Kreislaufwirtschaft umsetzen kann.

Econyl® wurde von dem italienischen Unternehmen Aquafil entwickelt. Nach jahrelanger Forschung und erheblichen Investitionen in die Entwicklung gelang es Aquafil 2011, Nylon-6-Abfälle in regeneriertes Nylon umzuwandeln, und startete damit sein Vorzeigeprojekt: Econyl®. Das Unternehmen recycelt bereits seit den 1990er Jahren Nylon und begann 2007 damit, einen geschlossenen Kreislauf für Nylon zu schaffen – das bedeutet, dass es nicht nur recycelbar ist, sondern bereits aus recycelten Materialien hergestellt wird. Aquafil ist ein Pionier der Kreislaufwirtschaftsrevolution in der Textilbranche, sowohl in Italien als auch weltweit. Econyl® weist dieselbe hohe Qualität, Haltbarkeit, Dehnbarkeit und dieselben Prüfstandards auf wie herkömmliches Nylon. Aufgrund seiner Recyclingfähigkeit und der Tatsache, dass für die Herstellung kein Öl benötigt wird, ist es jedoch wesentlich nachhaltiger. All diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass Econyl® immer beliebter und marktbeherrschender wird, da die Modebranche danach strebt, nachhaltiger zu werden. In den letzten Jahren haben viele nachhaltige Modemarken begonnen, Econyl® zu verwenden – die meisten davon produzieren, genau wie wir, Bademode und Sportbekleidung.

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Minimierung unserer Auswirkungen auf die Umwelt

Um sicherzustellen, dass wir bei Oy etwas bewirken können, haben wir uns schon relativ früh auf unserer Reise mit umweltfreundlicheren Materialien und Produktionsverfahren beschäftigt. 2018 haben wir unsere erste Kollektion aus recycelten Stoffen auf den Markt gebracht. Heute bestehen alle unsere Produkte aus recycelten Stoffen, wobei die Hauptmaterialien recyceltes Polyamid (PA) oder – bei unseren Accessoires – Bio-Baumwolle sind.

Durch die Verarbeitung von Econyl® vermeiden wir den Einsatz von neuem Nylon und schonen so die Erdölressourcen. Technisch gesehen ermöglicht Econyl® eine Kreislaufproduktion, da das Garn immer wieder recycelt werden kann. Auf diese Weise landen unsere Produkte nach Ablauf ihrer Lebensdauer nicht im Müll.

Um Elastizität und Funktionalität bei Bademode und Sportbekleidung zu gewährleisten, muss Nylon mit Elasthan gemischt werden. Derzeit lässt sich dieses Mischgewebe noch nicht recyceln, zumindest nicht für industrielle Zwecke. Wir wissen jedoch, dass in diesem Bereich viel daran gearbeitet wird, das zu ändern, da dieses Material ein großes Recyclingpotenzial birgt.

Wir verwenden nicht nur recycelte Materialien für unsere Surf- und Yoga-Kleidung, sondern setzen uns auch in allen Produktionsschritten und bei allen unseren Maßnahmen für Nachhaltigkeit ein.

 


Das Bewusstsein schärfen und die Menschen dazu ermutigen, etwas zu bewirken

Es war uns schon immer wichtig, nicht nur nachhaltig zu produzieren, sondern auch unsere Plattform zu nutzen, um aufzuklären. Um zu zeigen, was möglich ist. Aber auch, um über die Schwierigkeiten zu sprechen, mit denen wir jeden Tag konfrontiert sind. Um zu verdeutlichen, dass es trotz all dieser Schwierigkeiten möglich ist, zu einer nachhaltigeren Modebranche beizutragen, was letztendlich zu einem nachhaltigeren Konsum führt. Wir sehen es daher als unsere Verantwortung an, unsere Plattform zu nutzen, um unser Wissen weiterzugeben. Denn nur Wissen und Aufklärung ermöglichen es uns, etwas zu bewirken!

 


Versand und Verpackung ohne Plastik

Uns ist es wichtig, dass auch die Materialien, in denen unsere Produkte verpackt und versendet werden, nachhaltig sind:

  • Versandtaschen:
    Wir verpacken unsere Surf-Bikinis, Yoga- und Sportbekleidung liebevoll in umweltfreundlichen Kartons oder Umschlägen aus 100 % Recyclingpapier. Jede Verpackung ist vollständig recycelbar und sorgt so für einen nachhaltigen Transport von uns zu dir.
  • Beutel aus Pergaminpapier (2. Layer):
    Damit unsere Produkte sicher bei euch ankommen, verpacken wir sie außerdem in Pergaminpapier-Tüten. Im Gegensatz zu den früheren Baumwolltüten haben diese Papiertüten eine deutlich geringere Umweltbelastung.
  • Lieferscheine:
    Wir drucken unsere Lieferscheine auf 100 % Recyclingpapier, und zwar auf Steinbeis-Papier, das mit dem „Blauen Engel“ zertifiziert ist – einer der höchsten und strengsten Zertifizierungen in der Papierindustrie.
  • Anhängeetiketten:
    Jedes unserer Etiketten – das kleine Stück Papier, das an jedem Produkt angebracht ist – wird in Berlin bei der Druckerei Arnold sorgfältig hergestellt, und zwar mit umweltfreundlicher Tinte auf 100 % Recyclingpapier aus Deutschland.

 


Transportwege

2018 haben wir beschlossen, unseren Produktionsstandort von Indonesien nach Europa zu verlegen, um unnötige Transportwege zu vermeiden, da wir alle unsere Materialien und Stoffe aus Europa beziehen. Unsere Produkte werden nun in Portugal von einem kleinen Familienunternehmen unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt.

 

Entdecke unsere nachhaltige Surf- and Swimwear

Signatures — Bikinis und Badeanzüge zum Surfen – funktional und dennoch stilvoll.

Aesthetics — Perfekt für endlose Tage am Strand oder am See – ganz ohne oder mit nur ein bisschen entspannter sportlicher Aktivität.